«Das Covid-Zertifikat ist Apartheid!»

Der Präsident von GastroVaud, Gilles Meystre, hofft auf eine vollständige Wiedereröffnung der Restaurants am 26. Mai. Restaurantbesuche von Covid-Zertifikaten abhängig zu machen, hält er für inakzeptabel.


Der Schweizer Bundesrat will das öffentliche Leben künftig nur Menschen ermöglichen, die ein sogenanntes Covid-Zertifikat haben. Dieses sollen laut Regierung Geimpfte, Genese und negativ Getestete erhalten. Kritiker sprechen von reiner Willkür und einer drohenden Zweiklassengesellschaft.

Ein Zeichen gegen das Vorhaben der Regierung setzte unlängst Gilles Meystre. Er ist Präsident der Waadtländer Gastronomen (GastroVaud) und hält von der Politik des Bundesrats wenig. Dass dieser das öffentliche Leben künftig von einem Covid-Zertifikat abhängig machen will, ist für ihn ein absolutes No-Go.

«Die Berufung des Restaurantbesitzers ist es, die Gäste willkommen zu heissen und zu verpflegen, ohne Diskriminierung und Unterscheidung! Das Covid-Zertifikat ist Apartheid!», sagte er am Dienstag gegenüber der französischsprachigen Schweizer Onlinezeitung Le Matin.


Auf keinen Fall will Meystre, dass Restaurantbesitzer sich künftig einem staatlichen Zwang ausgesetzt sehen und nur noch diejenigen Gäste empfangen dürfen, welche gemäss den Behörden als gesund gelten. Auch dürfe es nicht sein, dass die Wirte einmal mehr den «Preis für die Unvorbereitetheit der Eidgenossenschaft zahlen».


Quelle:

Le Matin: «Avec le certificat Covid, c’est l’apartheid!»